„SIMON UND RENOLDI: THE CONCEPTSTORE“

 

 

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Leonie Stockmann / simonundrenoldi.com

Frau Stockmann was ist die Idee hinter Ihrem Concept-Store?

Bei Simon und Renoldi geht es um Individualität, Persönlichkeit und den Blick für das Besondere. Meiner Geschäftspartnerin, Olivia Zirkel, und mir war es wichtig einen Store zu schaffen, der sich durch seine Marken- und Produktauswahl der monotonen Aneinanderreihung bekannter Designerlabels bewusst entgegensetzt. Es geht uns nicht nur um das einzelne Produkt, sondern um einen individuellen Lebensstil, der seinen Ausdruck eben auch in der Art sich zu Kleiden findet. Es geht bei uns nicht um bloßes „Labeling“. In ungezwungener Atmosphäre können unsere Kunden Mode entdecken/probieren und bei Bedarf eine umfassende schonungslos offene Beratungbekommen. Individualität statt Mainstream.

Wieso haben Sie sich den Belgischen Viertel als Location in Köln ausgesucht war das beabsichtigt oder Zufall?

Sagen wir es so, die Tatsache, dass wir im Belgischen Viertel gelandet sind war „gewollter Zufall“. Wir haben uns Ladenlokale in den verschiedensten Ecken Kölns angesehen. Das Belgische Viertel stand auf unserer Beliebtheitsliste recht weit oben, da es zentrumsnah ist und die Mieten im Vergleich zu einer direkten Innenstadtlage bezahlbar waren. Wir kamen von einem Besichtigungstermin in der Nähe des Stadtgartens und waren auf dem Weg nach Hause, als uns die Baustelle unserer heutigen Location auffiel. Wir liefen einfach rein und erkundigten uns was dort geplant sei. Man sagte uns, dass der „Hausmeister“ gleich käme und wir wiederkommen sollten. Das machten wir auch. Der Hausmeister stellte sich als Besitzer der Immobilie heraus und ist unser heutiger Vermieter. Geplant war damals eigentlich eine Büroeinheit. Wir konnten den Eigentümer davon überzeugen, dass unser Konzept viel besser passen würde und das Viertel bereichern würde. Das Belgische Viertel hat sich seit dem toll entwickelt und eine schönere/bessere Location für Simon und Renoldi können wir uns nicht vorstellen.

Welche sind Ihre absolute Lieblings Labels?

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht dem typischen Fashion-Victim entspreche. Ich mag es schlicht und einfach, mit besonderen Details hier und da. Ich liebe Skinny-Jeans in allen Waschungen und kombiniere diese meistens mit einfachen Oberteilen/Shirts. Ein bestimmtes Lieblingslabel habe ich zur Zeit nicht. Es gibt viele tolle Designer, die jenach dem was mach sucht coole Styles haben. Im Moment trage ich besonders gerne die Shirts und Pullis von Juvia. Ein recht junges Label, das lässige Loungewear in angesagten Looks entwirft, die nicht nur bequem, sondern auch stylisch sind. Absolut zum Wohlfühlen und 100% alltags tauglich.

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Ich kleide mich lieber eher Zeitlos mag aber gerne zwischen durch ausgefallene Mode die ich dann zu meine Stücke kombiniere, was würden Sie mir zu diese Saison empfehlen?

In dieser Saison sind „Seventies-Elemente“ angesagt. Wichtig dabei ist, dass es nicht retro aussieht, sondern modern übersetzt wird. Das heißt, die 70er cleaner interpretieren, zum Beispiel keine übertriebenen Silhouetten etwa bei Flared-Jeans, die Revers bei Blazern nicht zu groß, Krägen bei Hemdblusen nicht zu lang… So entsteht ein moderner Look. Denim ist in dieser Frühjahres-/Sommersaison auch stark vertreten. Das Jeanshemd ist zurück und ist dabei ein echter Alleskönner: Es lässt sich einfach zu fast jedem Look kombinieren.